Fitnessstudio-Vertrag beim Umzug: Gibt es ein Sonderkündigungsrecht?

Die neue Wohnung liegt in einem anderen Viertel, und das Fitnessstudio ist plötzlich weit weg. Da liegt der Gedanke nahe, den Vertrag wegen des Umzugs sofort zu kündigen. Ganz so einfach ist es meistens nicht.

Was der Bundesgerichtshof entschieden hat

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Wohnsitzwechsel grundsätzlich keinen wichtigen Grund für eine außerordentliche Kündigung eines Fitnessstudio-Vertrags darstellt. Die Gründe für einen Umzug, auch wenn er berufs- oder familienbedingt ist, liegen nach dem Gericht in aller Regel allein in der Sphäre des Kunden und sind von ihm beeinflussbar. Anders kann es etwa bei einer Erkrankung oder Schwangerschaft aussehen, die das Training unzumutbar macht. Auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen fasst zusammen: Das Risiko eines Umzugs liegt beim Nutzer.

Laufzeit und Kündigungsfrist prüfen

Für Verträge, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, gelten strengere Regeln für Vertragsklauseln. Eine stillschweigende Verlängerung ist nur wirksam, wenn sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit verlängert und du ihn danach jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat kündigen kannst. Bei älteren Verträgen können längere Verlängerungen und Fristen gelten.

So gehst du vor

  • Vertrag raussuchen und das Ende der Erstlaufzeit notieren
  • Kündigungsfrist prüfen und rechtzeitig kündigen
  • Kündigung nachweisbar schicken und die Bestätigung aufbewahren

Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick. Keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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Hinweis: Das Video in diesem Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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