Der neue Schrank ist da, aber er steht unten an der Straße, und die Wohnung liegt im obersten Stock. Das passiert, wenn in den Lieferbedingungen „frei Bordsteinkante“ vereinbart ist und man das beim Bestellen überlesen hat.
Was „frei Bordsteinkante“ bedeutet
Laut Verbraucherzentrale Brandenburg setzt das Transportunternehmen die Ware bei dieser Lieferbedingung an der jeweiligen Adresse am ebenen Straßenrand ab. Das Hochtragen durchs Treppenhaus gehört nicht dazu. Das Gegenstück heißt „frei Verwendungsstelle“: Dann wird bis zum gewünschten Ort geliefert, und die Möbel werden gegebenenfalls auch durchs Treppenhaus getragen.
Wichtig: Die Bedingung muss ausdrücklich vereinbart sein
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin: Sofern „frei Bordsteinkante“ nicht ausdrücklich vereinbart worden ist, müssen Käuferinnen und Käufer davon ausgehen, dass der Transport bis zum Wunschort inklusive ist. Entscheidend ist also, was in deiner Bestellung und in den Lieferbedingungen des Händlers steht.
So vermeidest du die Überraschung
- Vor der Bestellung prüfen: Lies in den Lieferbedingungen nach, bis wohin geliefert wird.
- Nachfragen: Steht dort nichts Eindeutiges, frag beim Händler nach, bevor du bestellst.
- Lieferung in die Wohnung wählen: Sollen die Möbel bis in die Wohnung kommen, achte beim Bestellen auf eine Option wie „frei Verwendungsstelle“. Sie lässt sich oft dazubuchen, teils gegen Aufpreis.
- Helfer einplanen: Bleibt es bei der Bordsteinkante, organisiere für den Liefertag Leute, die mit anpacken, damit die Pakete nicht lange draußen stehen.
Gerade bei Möbelpaketen aus Wellpappe lohnt sich die Eile: Wellpappe ist empfindlich gegen Feuchtigkeit und kann bei Regen aufquellen und an Festigkeit verlieren. Und schwere, lange Pakete lassen sich allein kaum sicher durch ein enges Treppenhaus tragen.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.
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Hinweis: Das Video in diesem Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.