Die Wohnung ist schön, liegt gut und kostet auffällig wenig. Der Vermieter lebt angeblich im Ausland und schickt den Schlüssel zur Besichtigung per Post, sobald die Kaution überwiesen ist. Vor genau dieser Masche hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg Studierende vor dem Wintersemester ausdrücklich gewarnt und ein Infoblatt an alle Hochschulen im Land verschickt. Das Ende ist fast immer gleich: Der Schlüssel passt nicht ins Schloss, der Kontakt bricht ab, das Geld ist weg.
Woran du eine falsche Anzeige erkennst
- Zu schön, um wahr zu sein: Auffällig niedrige Miete in guter Lage. Vergleiche mit dem örtlichen Mietspiegel oder ähnlichen Inseraten.
- Kein persönlicher Kontakt: Der Anbieter ist angeblich beruflich im Ausland und kann nicht zur Besichtigung kommen.
- Schlüssel gegen Kaution: Erst soll die Kaution fließen, dann kommt angeblich der Schlüssel per Post. In einer anderen Variante landest du nur gegen eine Gebühr auf einer Besichtigungsliste.
- Zahlung ins Ausland: Das Geld soll auf ein ausländisches Konto gehen.
- Datenhunger: Schon nach deiner Anfrage verlangt ein scheinbar seriöses Immobilienunternehmen eine Bonitätsauskunft, andere persönliche Daten oder sogar eine Kopie deines Personalausweises.
So schützt du dich
Die Polizei rät: niemals Vorauszahlungen leisten. Bezahle erst, wenn du die Wohnung besichtigt und den Mietvertrag unterschrieben hast, und nutze eine sichere Zahlungsmethode. Wichtig: Ein unterschriebener Vertrag allein schützt nicht. In einer weiteren Variante schicken Betrüger direkt eine Zusage mit angeblichem Mietvertrag und fordern danach die Kaution oder die erste Monatsmiete. Sieh dir die Wohnung deshalb selbst vor Ort an und prüfe, ob die Angaben zur Realität passen. Persönliche Daten gibst du Unbekannten gar nicht erst.
Wenn du schon überwiesen hast
- Sofort deine Bank kontaktieren und sie bitten, die Überweisung zu stoppen oder zurückzuholen. Einen Anspruch auf die Rückbuchung hast du allerdings nicht.
- Das Wohnungsportal über den Betrug informieren und das Inserat melden.
- Strafanzeige bei der Polizei erstatten, das geht auch online.
Weiteren Rat bekommst du bei der Verbraucherzentrale, und der Weiße Ring hilft Opfern von Betrug.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.
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Hinweis: Das Video in diesem Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.